Die Zulassung und Nutzung eines Fahrzeuges im öffentlichen Straßenverkehr ist an zwei Voraussetzungen gekoppelt, nämlich zum einen an die Begleichung der Kfz-Steuer und zum anderen an eine Pkw-Haftpflichtversicherung. Die Pkw-Haftpflichtversicherung stellt sicher, dass die Schäden der Gegenseite, die auf den Betrieb des versicherten Fahrzeuges zurückzuführen sind, reguliert werden. Da eine Pkw Versicherung im Regelfall eine Laufzeit von einem Kalenderjahr hat, gibt es regelmäßig neue Tarifangebote und die Versicherer entwickeln immer wieder neue Rabattsysteme, die die Versicherung für den Kunden zunächst noch günstiger machen.
Da die Mindestdeckungssummen vom Gesetzgeber festgelegt und für alle Versicherer verbindlich sind, kann ein Versicherungsnehmer bei einem Wechsel seiner Pkw Versicherung in der Tat deutlich sparen. Somit lohnt sich ein Pkw Versicherungsvergleich nicht nur beim Abschluss einer neuen Versicherung, sondern auch am Ende einer Vertragslaufzeit. Die Prämienhöhe für die Pkw Versicherung orientiert sich an mehreren Faktoren. Hierzu gehören die Regional- sowie die Typenklasse, persönliche Merkmale des Versicherungsnehmers sowie die versicherungseigenen Rabattstaffelungen. Außerdem spielt die sogenannte Schadensfreiheitsklasse eine wesentliche Rolle bei der Berechnung der Prämienhöhe, denn je länger ein Versicherungsnehmer unfallfrei fährt, desto geringer fällt sein Beitrag aus. Verursacht der Versicherungsnehmer nun einen Unfall, reguliert die Pkw Haftpflichtversicherung zwar den Schaden, im
Gegenzug reduziert sich jedoch auch der Schadensfreiheitsrabatt.
Auch hier arbeiten die Versicherer mit unterschiedlichen Rückstufungsregeln und während einige Versicherer Rückstufungen um lediglich eine oder zwei Klassen vornehmen, setzen andere Versicherer den Schadensfreiheitsrabatt um bis zu sieben Klassen zurück. Eine anfangs sehr günstige Police kann dadurch jedoch schnell sehr teuer werden und es dauert entsprechend viele unfallfreie Jahre, bis der Versicherungsnehmer wieder den Beitragssatz erreicht hat, den er vor dem Unfall hatte.
Ratsam ist daher, vor dem Abschluss einer neuen Versicherung zunächst die Rückstufungstabelle des Versicherers zu überprüfen. Außerdem kann es vor allem bei kleineren Schäden sinnvoller sein, diese aus eigener Tasche zu bezahlen. Bevor die Pkw Versicherung also mit der Schadensregulierung beauftragt wird, sollte der Versicherungsnehmer zunächst erfragen, in welche Schadensfreiheitsklasse er eingestuft werden würde und anschließend mittels eines Pkw Versicherungsrechner ausrechnen, ob es letztlich nicht günstiger wird, wenn er den Schaden selbst begleicht. Daneben bieten einige Versicherer die sogenannten Rabattretter an. Hierbei handelt es sich um einen Vertragsbaustein, der zwar meist einen Aufpreis kostet, jedoch im Schadensfall bewirkt, dass der Versicherungsnehmer seinen Schadensfreiheitsrabatt behält.
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